Donnerstag, 18. Dezember 2008

FROHE WEIHNACHTEN ....

Hallo Leute,

Dies ist der letzte Weblogeintrag fuer 2008. Kaepten Starzer und seine Crew (Petra, Hugo und Leo) verabschieden sich von Euch - aber nur fuer dieses Jahr - mit


weihnachtlichen Weihnachtsgruesse zu Weihnachten aus dem weihnachtsweissen Kanada... .

Zum Abschluss wollen wir unsere treuen Weblogleser noch in eine geheime kanadischen Weisheit zum Jahreswechsel einweihen.

Diese lautet:

"Nicht Ausrutschen sondern Umirutschen"
ins 2009 (...dem Jahr, an dem ihr die Starzies wiedersehen werdet - obs woits oder net, oder hobs glaubt, ihr sats uns jetzt fuer imma weida ...).

... und fuer alle, die an der Ueberlegenheit des Christkinds gegenueber des Weihnachtsmanns zweifeln, der folgende Clip...




Die Geschichte vom canadischen Schnee


































































Eine wahre Geschichte ...

Wie jeden Tag wachte die Familie Starzer - voll des Tatendranges und der Energie -auf, um wieder einen Tag in Kanada zu er-/ueberleben.

Doch der Blick aus dem Fenster sagte uns, die Welt um uns hat sich ueber Nacht geaendert. Alles war in herrliches Weiss gehuellt (siehe Foto 1 und 2 - Blicke aus unserem Fenster) und man begann zu warten .... auf das gewohnte Knattern und Scherren der Schneepfluege. Doch diese waren offensichlich noch nicht aus ihrem Sommerschlaf erwacht, und so wurde West Island zu einer riesen grossen Rutschflaeche fuer Autos. Alle Autos waren gluecklich, endlich einmal rutschen zu duerfen, Pirouetten auf der Strasse drehen zu koennen und Artgenossen ins Hinterteil zu krachen. ... und weil die Autos sooo einen Spass hatten und gar nicht auf ihre Parkplaetze zurueck wollten, gab es einen gaaaaanz tollen Stau, bei dem die Starzers, ob ihres kurzen Arbeitsweges leider nicht mitmachen konnten (naja, vielleicht klapps das naechste Mal).
Aber nicht nur die Auto wollten rutschen, auch Mama Starzer und die Kids (Foto 3 und 4) wollten - angesichts des herrlichen Weisses - dem gepflegten oesterreichischen Rodelvergnuegen nachkommen. Jetzt stand Papa Starzer (dessen vorrangiges Lebensziel es ist, seinen Lieben die Wuensche von den Augen abzulesen und zu erfuellen) vor einem schier unloesbaren Raetsel. (Die folgende Frage wurde uebrigens bereits in einem vorhergehenden Post aufgeworfen). "Wo bekomm ich in einem brettelebenen Land einen Rodelhang her", zerbrach er sich stundenlang den Kopf. ...und auf einmal kam ihm die rettende Idee. Er erinnerte sich an die indonesischen Golfplaetze ... dort hatten sie doch immer kuenstliche Huegel (naja eher Landschaftspickel - aber immerhin besser wie nix) angelegt, um den Golfspielern das Leben schwer zu machen. "Vielleicht quaelen die Kanadier ihre Golfspieler auf die gleiche Art und Weise" dachte er. Und siehe da, er hatte (wie so oft in seinem Leben wiedereinmal)ins Schwarze getroffen, es gab tatsaechlich massenhaft Huegel auf dem hiesigen Golfplatz. ...und da die Kanadier offensichtlich ein kinder-(starzer-)freundliches Volk sind, wird im Winter der Golfplatz zum Rodelplatz umfunktionniert (Fotos 6 und 7 zeigen eine Par 3-Bahn) damit Papa Starzer seine Lieben ein Rodelvergnuegen bieten kann. Und nach dem Rodeln gab es noch einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang. (Foto 8 und 9).
Aber der kanadische Winter kann noch mehr ... dass sollten wir an den darauffolgenden Tagen erfahren. Nach zuenftigen Minus 15 Grad Tageshoechsttemperaturen mit Schneefall kletterte die Temperatur ploetzlich fuer einen Tag auf Plus 7 Grad, was eine schwimmende Gatschsuppe vom Feinsten zur Folge hatte, welche am darauffolgeden Tag, bei Minus 7 Grad schockgefroren wurde. Die ganze Stadt war nun ploetzlich mit einer herrlich glaenzenden weissen Eisschicht bedeckt. Und wie das kleine Filmchen zum Schluss zeigt, kann man nun auf Minihuegel ohne Rutschuntersatz herunterrutschen - ohne Spuren zu hinterlassen. Das Hangerl sieht nach dem Rutschen immer noch jungfraeulich unberuehrt aus. Cool nicht.
Und damits die oesterreichischen Gaeste noch ein elektrisierendes Aha-Erlebnis mehr haben, hat die kanadische Elektrogesellschaft in der "Plus-7-Grad-Nacht" einen Stromausfall initiiert. Die Strassen waren zappenduster und in 1600 Haeusern konnte man es vor Spannung fast knistern hoeren ... "Wann kommt der Strom wieder, werden wir diese Nacht frieren muessen, gibt es morgen warmen Kaffee zum Fruehstueck, da stess i mi beim Klogehen ohne Licht oder nicht..." ... na da erblasst ihr vor Neid, so ein Stromausfall stellt den spannendsten Holzwoodschinken in den Schatten ...
...aber wir haben jetzt einmal genug von der Spannung und relaxen uns auf einem Beach in der Dominikanischen Republik, um dann wieder eines schoenen Tages, voll Tatendrang und Energie in Kanada aufzuwachen, um wieder einen neuen Tag zu er-/ueberleben ...

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Christmas concert by Leo


























Heute gibt es Gschmankerl von Leos Weihnachtsauffuehrung. Leo ist der weissbaertige Santa Claus. Ob er seine Gesangeskuenste durch diesen selbstgebastelten Bart unterstreichen oder vor uns verbergen will, wird fuer immer eines der ungeloesten Raetsel dieses Universums bleiben.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Variety Show

Hier einige Ausschnitte von Hugos Schulauffuehrung. Es wurde ein gemischtes Programm von Stepptanz bis Gesang und Instrumental geboten. Der Meister (Hugo) kommt zum Schluss (zumindest hier im Weblog). Die klavierspielende Konkurrenz war hart aber durchaus nicht unbezwingbar fuer einen gestandenen Oesterreicher .

Der Wahrheitsgehalt des Sprichwortes "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" wird anhand einiger dieser Betraegen durchaus untermauert. (Sprich: A bisserl mehr ueben kann nicht schaden).Besonders der Gitarrist hat noch einen breiten Weg vor sich, wenn er sich mit den Kuensten eines gewissen Andi S. (tarzer - fuer alle die es nicht vermutet haetten) messen will.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Das Innenleben der Sherwood Forest School









































































































































































Heute gibts (endlich) Fotos des Innenlebens der Schule. Das Innenleben dieses heiligen Bildungsgral darf nicht ohne weiteres fotografiert werden. Aber nachdem man uns hier schon kennt und offensichtlich als freundlich gesinnte Mitbuerger einschaetzt (naja, jeder macht mal Fehler - war ein Scherzerl) erhielt ich die Erlaubnis,die Schule zu fotografieren, natuerlich nur im kinderleeren Zustand.
Die Bilderserie ist wie folgt aufgebaut.
Bild 1 zeigt den Gang zur Garderobe bzw. zum Klassenzimmer von Leo. Die Garderobe ist immer vor den jeweiligen Klassenzimmern, was im Winter einen ziemlichen Dreck auf den Gaengen zur Folge hat. (Aber das soll nun nicht mein Problem sein)
Jedes Kind hat eigentlich 2 Klassenzimmer, eines in dem Franzoesisch unterrichtet wird und eines in dem Englisch gelehrt wird. Ich hab nur jeweils ein Klassenzimmer pro Kind fotografiert.
Foto 2 - 8 zeigt Leos Klassenraum (auch wenn sich Hugo da einmal ins Foto geschwindelt hat.) Er sitzt in dieser Klasse links hinten. Besonders hinweisen moechte ich auf das laengliche Plakat ueber der Klassentafel. Da wunderts einen nicht, dass in dieser Schule keine Schreibschrift mehr gelehrt wird - denn diese Schnoerkseldinger auf dem Plakat sind doch schon ein wenig out of fashion.
Foto 9 - 11 zeigt dann den Gang von Leos Zimmer zu Hugos Klasse. Auch hier wieder die Garderobe vor den Klassenraeumen. Auch in dieser Klasse eine sehr lockere und zwanglose Anordung der Sitzplaetze. Achung, jeder Schueler hat seine eigene kleine Bank. Ist beim Umsetzen praktischer, da nicht immer der Banknachbar mituebersiedeln muss. Jeder hat so seine kleine mobile Platzeinheit.
Foto 14 zeigt eine Eigenheit von Hugos Klassenzimmer. Es ist ein offener (nicht schliessbarer) Durchgang zum Nachbarklassenzimmer, was teilweise zu Laermproblemen im Unterricht fuehrt und zur Koordination der beiden Klassen zwingt (z.B. bei Tests der einen Klasse muss die andere eine Stillarbeit machen usw.)
Und die letzten zwei Fotos zeigen, wovor sich Mama und Papa hier wirklich befuerchten. Naemlich dass aus dem aufmerksamen, wissbegierigen, spassigen Hugo bei zu langem Verweilen im kanadischen Schulsystem ein fauler, die Fuesse hochlagernder Lackel wird. ... und damit das nicht passiert, sind wir in einem Jahr wieder zu Hause.
Quizz: In beiden Klassen gibt es einen Mikrowellenherd. (Schau genau, beide Herde sind auf den Fotos zu sehen)
Wofuer ist der gedacht?
1) Um frierende Kinder aufzuwaermen
2) Um nasse Oberbekleidung zu trocknen
3) Um den Schuelern zu beweisen, dass Eier im Mikrowellenherd ausnahmslos explodieren
4) Um das mitgebrachte Mittagsessen vom Lunchteacher (eigene Lehrkraft welche die Mittagsaufsicht macht) aufwaermen zu lassen.
Als Preis fuer die richtige und falschen Loesungen gibts ein Woche Aufenthalt bei uns zu gewinnen.
*(OK, OK wir haben schon kapiert, dass dies derzeit offensichtlich nicht so reizvoll erscheint, aber wir haben herrliches Winterwetter mit Sonnenschein, Schnee und ein paar Minusgrade (so um die 15 herum))


Dienstag, 9. Dezember 2008

Leos Zeugnis





























Hallo!
Heute gibts das Zeugnis von Leo. Dem gehts inzwischen wieder besser, ist heute den ersten Tag in der Schule (mit Sondergenehmigung, dass er in den Pausen nicht hinaus in den Schulhof muss (normales Pausenschicksal von kanadischen Schuelern) - hat heute naemlich Minus 11 Grad. Und zwei Stunden bei Minus 11 Grad im Freien zu Verbringen wuerde moeglicherweise Leos Genesung nicht entgegenkommen.
So jetzt zurueck zum Zeugnis. Fuer alle, die Hugos Zeugnis noch nicht gelesen haben, bitte zuerst diesen Beitrag lesen, da hier der Aufbau eines kanadischen Zeugnisses erklaert wird.
Auch Leo s Noten koennen sich sehen lassen und wir sind stolz auf unser kleines Kuecken. Es muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass er es sicherlich am haertesten von uns allen hat, da er ohne sprachliche Vorkenntnisse in die Schule geschupst wurde. Unvorstellbar fuer einen Erwachsenen, dass man von 9 bis 15.30 in der Schule sitzt und nichts versteht. ....aber Leo hat diese Situation irgendwie gemeistert, und jetzt spricht er schon Englisch und versucht sich in Franzoesisch. Auch bei diesem Zeugnis ist uns allen (inklusive Leo) nicht ganz klar, aufgrund welcher Aufgabenstellungen bzw. Leistungen so manche Note zu Stande kam, aber vielleicht sollte man das kanadisch nehmen (wie eine Mutter zu mir gestern so schoen sagte), I already stopped asking long time ago.
Besonders hinweisen wollen wir auf eine Zeile im Teachers Comments. ...I would like Leo to make sure he is being less chatty .... (uebersetzt: geschwaetzig, schwatzhaft).
Unser Sohn schwaetzt also!
Was normalerweise verwerflich ist, ist hier, aus unserer Sicht, ein sehr positives Zeichen dafuer, dass unser Sohn offensichtlich das gesamte Repertoire seiner sprachlichen Moeglichkeiten ausschoepft. ...und keine Minuten ungenuetzt laesst, seine oralen Sprachfertigkeiten zu trainieren. Also haben wir ihn nicht wirklich zurechtgewiesen, ob seines Mittelungsbeduerfnisses waehrend des Unterrichts.
Seine Selbstbeurteilung faellt zum Teil sehr selbstkritisch aus. Wobei man hier eher von von sprachlichen Missverstaendnissen als von Verhaltensdefiziten ausgehen darf.

Samstag, 6. Dezember 2008

Universum - Tierwelt auf unserer Terrasse

Hallo!

Heute mal was anderes. Ihr seht Ausschnitte aus der Tierwelt auf unserem Balkon. Leider wollten sich die beiden Raben - die hin- und wieder den Eichhoernchen das Futter wegschnappen - nicht filmen lassen. Film eins Quizz: Wieviele Eichhornchendarsteller sehen sie? Film zwei zeigt, dass Eichhoernchen nicht immer lieb zueinander sind. Und Film 3 zeigt eine Nahaufnahme eines mampfenden Squirrels. Viel Spass!

Aufloesung der Quizzfrage: Es sind 3 Eichhoernchen zu sehen.