Freitag, 27. Februar 2009

Mathematik - oder der kleine Unterschied...


Mathematikschularbeit der 6. Klasse auf kanadisch. Zeichenerklaerung Pkt. 3: 4)5,78 bedeutet 5,78: 4 usw. Der Schwerpunkt liegt auf der Anwendung der Grundrechnungsarten. Diese Schularbeit war fuer hiesige Verhaeltnisse sehr schwer, der Notendurchschnitt lag bei kathastrophalen 70 %, der Lehrer hat getobt...

Mathematikschularbeit der 6.Klasse auf oesterreichisch. Schularbeit wurde von Schuelern als mittelschwer empfunden, Noten waren durchschnittlich, Lehrer hat nicht getobt...
Jeder von euch darf sich nun selbst sein Urteil ueber bestehende oder nicht bestehende Ausbildungsunterschiede machen und unsere oder die kanadischen Kids hochleben lassen. So oder so, Hugo hatte das Privileg beide Schularbeiten absolvieren zu duerfen, die soliden 97 % (eine glatte Eins) bei der kanadischen Schularbeit konnte er bei der oesterreichischen Schularbeit nicht halten. Er schrammelte nur knapp am Fleck vorbei und war maechtig Stolz auf seine oesterreichische Vier. Angesichts dieses Notenunterschieds stellt man sich als Mutter die bange Frage, ist mein Kind ueber Nacht doof geworden oder ist die oesterreichische Schularbeit wirklich um soooo viel schwerer? (Aufloesung folgt nicht).





Mittwoch, 18. Februar 2009

Schneeaktivitaeten rund ums Haus









Heute ein paar Eindruecke unseres Schneealltags bevor Tante Martina kam (Fotos wurden vor dem Besuch er Tante Martina geschossen). Jetzt ist der Rodelhang hart wie Beton und schmutzig und die Iglus haben den Fruehlingseinbruch (den Tante Martina ungluecklicherweise mit im Gepaeck hatte) nicht ueberlebt. Aber zum Glueck ist jetzt Schnee angesagt und die urspruenglichen Zustaende koennten somit wieder hergestellt werden. (Hoffentlich irrt sich der Wetterbericht nicht wieder - der hat hier naemlich eher den Charakter eines froehlichen Wettererraten denn einer zuverlaessigen Prognose.)
Wenn wir viel Schnee vor der Haustuere haben, wird dort gerodelt - Hugo hat da offensichtlich eine eigene (fragwuerige) Technik entwickelt, Haenge zu bezwingen (s.Film) - und im Garten werden Iglus (korrekter Quinzies) gebaut. Iglus werden in Kanada von Quinzies unterschieden. Beim Quinzybau wird zuerst ein Schneehaufen gemacht, den man ueber Nacht setzen laesst und in dem dann die Hoehle gegraben wird - im Unterschied zum Iglubau, bei dem die Hoehle mittels Schneeziegel geformt wird. Jaja, und schon wieder haben wir etwas von unseren kanadischen Freunden gelernt ....
























Sonntag, 15. Februar 2009

Martina Teil 3








So weiter gehts mit dem Bericht ueber den legendaeren Besuch der Tante M. Kurz vor Valentinstag erreichte uns die Kunde, dass Leo fuer jedes Kind in der Klasse einen Valentinstagsgruss mitzubringen hat. Nach einer kurzen Phase der Transpiration (Schwitz, was wollen die Kanadier von uns, wir kennen uns nicht aus...) kaufen wir Schokoherzen und Leo designd daraufhin seine Wunschkarte, welche T. Martina dann in stundenlanger, muehevoller Kleinarbeit mit ihm herstellt. Dass Leo den schoensten Valentinsgruss hatte brauchen wir sicher nicht extra erwaehnen. Die Oessis buergen halt fuer Qualitaet ...







Ein weiterer Hoehepunkt der Reise ist der Pizzalunch in der Schule. Wie immer bin ich und Narly fuer die Essensausgabe in Hugos Klasse zustaendig. Zuerst werden die Pizzas angeliefert (wobei wir Frauen den Grossteil der Pizzas vom Parkplatz in die Schule transportieren) und dann wird dieser Pizzaberg (Foto 1) Klassenweise verteilt. Die Zustaendigen wandern dann mit den Pizzas in die jeweiligen Klassenraeume (dort stehen bereits die Teller, Getraenke und Suessigkeiten bereit) und dann wird an die Kinder verteilt.























Zum Schluss haben wir dann noch die Wirkungsstaette eines gewissen Andreas S. besichtigt. Man munkelt, dass diese die Brutstaette des naechsten Wirtschaftsaufschwungs in Kanada ist ... naja, man weiss ja, was man von Geruechten halten kann, aber ein Koernderl Wahrheit bergen sie immer ... na auf alle Faelle hat das die Tante durstig gemacht und sie hat ausnahmsweise Leitungswasser getrunken (sie hasst das Wasser hier, sagt stinkt und schmeckt nach Chlor ... wir merken das gar nicht mehr). Diese Trinkbecken findet man uebrigens ueberall hier.







Das letzte Abendessen ... sponsored by Mr. and Mrs. Weinhandl ... Danke, Danke, Danke ... leider haben uns die Kanadier offensichtlich ein Gratisessen nicht vergoennt, denn als wir zurueck zu unseren fahrbaren Untersatz schritten, haben diese doch glatt unser Auto mit einem Parkticket verziert .... Kostenpunkt: CAD 53.--.
So und heute gehts wie jeden Tag wieder auf die Langlaufpiste und dann ab in den Flieger in Richtung Hei mat ...









Mittwoch, 11. Februar 2009

Martina Teil 2




















































Auch Tante Martina konnte dem Charme des kanadischen Winters nicht widerstehen und hat kurzerhand ihren Aufenthalt hier verlaengert. Dass der Schnee aber auch hier seine Tuecken hat, kann man im unteren Video leicht erkennen.

Tag 6. Jetzt gibts ein paar Langlauffotos - weil auf dem Foto macht man halt doch eine bessere Figur als in Filmen und ein paar Fotos von unserem Hausstrand (nicht wiederzuerkennen, oder?) ...und nach dem Langlaufen gingen wir Fische kaufen (nein, nicht die essbaren sondern die fuers Aquarium)... und dann war schon wieder ein herrlicher Tag im schoenen Kanada umi ... und wir alle waren wieder a bisserl aelter ....



Montag, 9. Februar 2009

Besuch von Tante Martina Teil 1




























































































































































































































Heute gibts die ersten Fotos von unserer Tante Martschl. Der Start war etwas holprig, zuerst kam das Flugzeug um einige Stunden verspaetet an, weil die Londoner nicht ganz so souveraen mit Schnee umgehen koennen wie die Kanadier und dann sind die Kanadier nach 1,5 Stunden Koffersuche draufgekommen, dass diese noch in London stehen. Um 22.30 konnten wir dann unsere leicht geraederte Tante in Empfang nehmen - fuer diesen hisorischen Moment haben wir leider kein Foto gemacht.

Dann gabs ein ausgedehntes Schlaefchen um frisch und froehlich Vollgas zu geben.

Tag 1: Zum Eingrufen gabs einen Spaziergang in der Siedlung bei Minus 15 Grad. Das hat dem Naserl von Martina nicht so zugesagt, es hat geschmerzt (ist inzwischen die Kaelte aber gewoehnt). Dann gings zum Lebensmitteleinkaufen und dort musste Martina die erste Pruefung absolvieren - zahlen an einer Selbstbedienungskasse. Das geht wie folgt. Man nehme die Waren aus dem Wagen, scanne sie ein und lege sie dann in die dafuer vorgesehenen Saecke, die ueber das Gewicht kontrollieren, ob auch das Richtige eingescannt wurde. Jaja, auch hier wird kontrolliert. Dann wird mit Kreditkarte bezahlt. Martina hat diese Pruefung mit Auszeichnung gemeistert.

Tag 2: Ab gings zum Langlaufen (Cape St. Jaques), um die verrosteten Knochen in Schwung zu bringen. Wettergott war gnaedig und zeigte sich gewogen mit Sonnenschein und Minus 10 Grad. Hat dem Naserl von der Tante zugesagt (keine Schmerzen). Dann gings in die Schule, Bibliotheksdienst und Kinder abholen. Diese haben der Tante gezeigt, wie man in Kanada ohne Hilfsmittel den Berg hinunterrutscht (Video). Der Abend wurde dann lang, nein wir haben nicht abgefeiert sondern der Koffer ist erst um 23.30 gekommen.

Tag 3: Froehliches Koffer auspacken (dazu gibts zwar Fotos, die schlummern allerdings in Martinas Fotoapparat, sorry), Geschenke, Geschenke, Geschenke ... zur Freude der Kinder (die an diesem Tag schulfrei hatten). Nach den Geschenken waren die Gemueter so freudig erhitzt, dass wir einen kleinen Ausflug zu den Eisfischern machten (auch hier keine Fotos, die Batterie hat schlapp gemacht ...). Bei den Eisfischern hat sich ein anderes lustigen Voelkchen eingenistet, die haben sich eine ueberdimensionale BMX Bahn aus Schnee gebaut und sind mit Snowmobilen druebergeflogen ... (moechte da aber irgendwann einmal noch ein Filmerl machen und ins Netz stellen - also a bissler Geduld bitte)...

...zum Aufwaermen waren wir dann im Shoppingmal ... und da haben wir fuers Herzerl einen Kuschelbaeren gebastelt (Built a Bear Shop) und gehabert (natuerlich nicht den Baeren sondern Food vom Foodcourt).

Tag 4: Jetzt gehts ins Eingemachte ... ein Tag in Montreal. Zuerst Bezwingen wir den Mont Royal geniesen die Aussicht und dann gehts hinunter in die Stadt, zum Hafen und wieder Heim.

Tag 5: Nach dem Schlafen und vor dem Mittagsessen gibts einen Spaziergang am Ile Bizarre ... und es ist warm ... erster Temperatursturz seit Wochen ... es hat Plusgrade. Ich merke, dass ich noch lange nicht genug vom Winter habe. Zum Glueck koennen mich die Kanadier beruhigen ... it is only a tease, the winter comes back for sure ... Mensch bin ich froh.

Tag 6: Der Winter ist zurueck mit gemuetlichen Minus 10. Und jetzt gehts dann wieder auf zum Langlaufen ... aber Fortsetzung folgt ...