Eine wahre Geschichte ...
Wie jeden Tag wachte die Familie Starzer - voll des Tatendranges und der Energie -auf, um wieder einen Tag in Kanada zu er-/ueberleben.
Doch der Blick aus dem Fenster sagte uns, die Welt um uns hat sich ueber Nacht geaendert. Alles war in herrliches Weiss gehuellt (siehe Foto 1 und 2 - Blicke aus unserem Fenster) und man begann zu warten .... auf das gewohnte Knattern und Scherren der Schneepfluege. Doch diese waren offensichlich noch nicht aus ihrem Sommerschlaf erwacht, und so wurde West Island zu einer riesen grossen Rutschflaeche fuer Autos. Alle Autos waren gluecklich, endlich einmal rutschen zu duerfen, Pirouetten auf der Strasse drehen zu koennen und Artgenossen ins Hinterteil zu krachen. ... und weil die Autos sooo einen Spass hatten und gar nicht auf ihre Parkplaetze zurueck wollten, gab es einen gaaaaanz tollen Stau, bei dem die Starzers, ob ihres kurzen Arbeitsweges leider nicht mitmachen konnten (naja, vielleicht klapps das naechste Mal).
Aber nicht nur die Auto wollten rutschen, auch Mama Starzer und die Kids (Foto 3 und 4) wollten - angesichts des herrlichen Weisses - dem gepflegten oesterreichischen Rodelvergnuegen nachkommen. Jetzt stand Papa Starzer (dessen vorrangiges Lebensziel es ist, seinen Lieben die Wuensche von den Augen abzulesen und zu erfuellen) vor einem schier unloesbaren Raetsel. (Die folgende Frage wurde uebrigens bereits in einem vorhergehenden Post aufgeworfen). "Wo bekomm ich in einem brettelebenen Land einen Rodelhang her", zerbrach er sich stundenlang den Kopf. ...und auf einmal kam ihm die rettende Idee. Er erinnerte sich an die indonesischen Golfplaetze ... dort hatten sie doch immer kuenstliche Huegel (naja eher Landschaftspickel - aber immerhin besser wie nix) angelegt, um den Golfspielern das Leben schwer zu machen. "Vielleicht quaelen die Kanadier ihre Golfspieler auf die gleiche Art und Weise" dachte er. Und siehe da, er hatte (wie so oft in seinem Leben wiedereinmal)ins Schwarze getroffen, es gab tatsaechlich massenhaft Huegel auf dem hiesigen Golfplatz. ...und da die Kanadier offensichtlich ein kinder-(starzer-)freundliches Volk sind, wird im Winter der Golfplatz zum Rodelplatz umfunktionniert (Fotos 6 und 7 zeigen eine Par 3-Bahn) damit Papa Starzer seine Lieben ein Rodelvergnuegen bieten kann. Und nach dem Rodeln gab es noch einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang. (Foto 8 und 9).
Aber der kanadische Winter kann noch mehr ... dass sollten wir an den darauffolgenden Tagen erfahren. Nach zuenftigen Minus 15 Grad Tageshoechsttemperaturen mit Schneefall kletterte die Temperatur ploetzlich fuer einen Tag auf Plus 7 Grad, was eine schwimmende Gatschsuppe vom Feinsten zur Folge hatte, welche am darauffolgeden Tag, bei Minus 7 Grad schockgefroren wurde. Die ganze Stadt war nun ploetzlich mit einer herrlich glaenzenden weissen Eisschicht bedeckt. Und wie das kleine Filmchen zum Schluss zeigt, kann man nun auf Minihuegel ohne Rutschuntersatz herunterrutschen - ohne Spuren zu hinterlassen. Das Hangerl sieht nach dem Rutschen immer noch jungfraeulich unberuehrt aus. Cool nicht.
Und damits die oesterreichischen Gaeste noch ein elektrisierendes Aha-Erlebnis mehr haben, hat die kanadische Elektrogesellschaft in der "Plus-7-Grad-Nacht" einen Stromausfall initiiert. Die Strassen waren zappenduster und in 1600 Haeusern konnte man es vor Spannung fast knistern hoeren ... "Wann kommt der Strom wieder, werden wir diese Nacht frieren muessen, gibt es morgen warmen Kaffee zum Fruehstueck, da stess i mi beim Klogehen ohne Licht oder nicht..." ... na da erblasst ihr vor Neid, so ein Stromausfall stellt den spannendsten Holzwoodschinken in den Schatten ...
...aber wir haben jetzt einmal genug von der Spannung und relaxen uns auf einem Beach in der Dominikanischen Republik, um dann wieder eines schoenen Tages, voll Tatendrang und Energie in Kanada aufzuwachen, um wieder einen neuen Tag zu er-/ueberleben ...
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