Donnerstag, 16. Juli 2009
Radtour in Montreal
Da es mit dem Baden gehen hier nichts mehr wird, machen wir halt Radausfluege ... hier ein Radausflug der vom Vieux Port (Montreal Downtown) ueber 2 Inseln fuehrt ... eine der Inseln war die Veranstaltungsstaette des Grand Prix von Montreal ... die Autorennbahn ist heute mit dem Rad befahrbar ... habens probiert, sind aber gleich wieder auf unseren Radweg zurueckgefluechtet, da die Pedalritter-Raser dort die Rennbahn ziemlich unsicher machen ... jetzt weiss ich wenigstens, wie schnell man mit dem Rad unterwegs sein koennte ... und die ersten 2 Bilder zeigen, dass wir nicht alleine waren ... mit unserem Wochenendprogramm

Sonntag, 12. Juli 2009
Garage Sale and Treasure Hunt
Was tut ein Kanadier, wenn er Dinge besitzt die er nicht mehr braucht, die aber noch zu gut sind um sie in den Muell zu schmeissen. Nun, er beschliesst einen Garage Sale zu machen. Dazu pilgert er zuerst zum Gemeindeamt, um diesen anzumelden (erlaubt ist ein Garage Sale jaehrlich pro Haus) und um seinen Tribut von CAD 15,- zu entrichten. Dann faengt er an, emsig Schilder zu basteln, welche die Aufgabe haben, am Tag des Garage Sales die potentielle Kundschaft zu ihm zu fuehren. Dann wartet der Kanadier ca. 2-3 Tage vor dem Verkaufstag ab und haengt seine Schilder (vorzugsweise an Stopschilder und Ampeln - weil da ja jeder stehen bleiben muss und Zeit zum Lesen hat) an den verschiedensten Strassenecken auf ... am Tag des Garage Sales oeffnet er seine Garage (na no net, sonst haserts jo net Garage Sale) und schleppt die potentielle Verkaufsware ins Freie... und wartet auf Kundschaft, die sich auch sehr zahlreich einfinden wird .... das glaubt ihr nicht? Garage Sale ist hier kulturell seit Jahrzehnten verankert und ganze Pilgerstroeme von Autos (viele aus aermeren Gegenden) fahren am Samstag von Garage Sale zu Garage Sale. Auch wir waren life dabei ... und man muss sagen, da kann man noch echte Schnaeppchen machen (viele Verkaeufer wollen das Zeug einfach weiter haben, Preis spielt da keine grosse Rolle, oder es ist ein Sozialer Event der Verkaeufer, wo sich Nachbarn Jahr fuer Jahr zusammentun und einen Garage Sale mit Kaffee und Kuchen und gemuetlicher Plauderei machen). Unsere Beute koennt ihr zum Schluss bewundern ...
Donnerstag nachmittag: Die ersten Schilder erscheinen zaghaft ...
und ... so schauts dann am Samstag an manchen Ampelkreuzungen aus ... (Ampelkreuzungen an Hauptstrassen sind sehr beliebe Schilderplaetze)
und los gehts ... von Garage zu Garage ...
... dies war eine Garage einer guten Bekannten hier ... diese organisieren jaehrlich einen Street-Garage-Sale (d.h. die gesamte Strasse tut mit, das zieht natuerlich auch mehr Kundschaft an ... und wird oft zusaetzlich noch im Internet oder in der Zeitung angekuendigt)
Ich hab dort einen Haufen Kinderbuecher ergattert ...
Und fuer die Landsmaenner von Beaconsfield (und anderen Gemeinden), denen die Organisation eines Garage Sales zu kompliziert ist, fuer die organisiert die Gemeinde jaehrlich einen Treasure Hunt. Das funktionniert wie folgt. Wer will stellt an diesem Tag seine Habseelingkeiten z.B. Moebel, Spielzeug ... die er nicht mehr braucht vor die Haustuere. Jedermann darf dann an diesem Tag von Haustuere zu Haustuere gehen/fahren und sich die Dinge nehmen, die er will und braucht. Alle Habseligkeiten, die am Ende des Tages noch vor den Haustueren stehen, werden dann von einer karitativen Organisation abgeholt und in deren Laeden verkauft. Die Erloesen gehen an die Beduerftigen dieses Landes (meist in Form von Gratis Essen in Suppenkuechen). Es wurden hier 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 1. Die erste Partei kann sich bequem seiner Habseligekeiten entledigen. 2. Viele Leute aus aermeren Gegenden nutzen diese Events um Gratis zu Moebeln, Kinderspielzeug, Gewand, Werkzeug usw. zu kommen. 3. Karitative Organisationen profitieren auch an diesen Tagen ...
Ich persoenlich finde, dass diese beiden Formen der Wiederverwertung von Ausgedientem durchaus auch in unseren Breitengraden nachahmenswert waeren und auch ein Beitrag zum Umweltschutz darstellen .... denn alles was nicht Neu gekauft werden muss braucht nicht produziert werden.... aber das ist eine andere Geschichte.
Samstag, 20. Juni 2009
Leos Abschied
Hier seht ihr Leos Abschiedsrede an seine Schulkameraden.
Zum Abschied brachte Leo ein Strawberry Shortcake nach dem Rezept eines beliebten kanadischen Kinderbuches mit. Dieses Buch las er der Klasse vor dem Verzehr des Kuchens vor. Hier ein kleiner Ausschnitt seiner Lesekuenste.
Leo beim Essen mit seinen 2 Lieblingskumpel Dahlia and Brandon.
Schulende: Die gesamten Schulunterlagen dieses Jahres werden in Leos Klasse ausgeteilt und in Muellsaecke zum nach Hause Transport gesteckt.
Donnerstag, 18. Juni 2009
Graduation Celebration
Montag, 15. Juni 2009
Das etwas andere Schulfest
Heute beschaeftigen wir uns mit dem Thema Schulfeste hier und in Oesterreich.
Wir finden hier einige Gemeinsamkeiten, wie eine zentrale - von Muettern organisierte - kollektive Nahrungsaufnahme und Unterhaltungsprogramm fuer die Kinder. Auch der zeitliche Rahmen von 17.30 - 20.30 kann als Gemeinsamkeit herausgearbeitet werden. Dann ist aber auch schon Schluss und wir begeben uns auf das Terrain der Unterschiede.
1. Nahrungsaufnahme und Getraenke:
So biegen sich in Oesterreich die Mehlspeisentische, gefolgt von einer (meist in Herrenhaende) Bratwuerstel- und Kotlettgrillerei, die sich sehen lassen kann und ein Salatbuffetcherl, dass seinen Namen alle Ehre macht. Und gegen den Durst serviert der Oesterreicher von Kaffee ueber verschiedene Limonaden bis zu Bier und Gspritzten einfach alles.
Der Kanadier muss mit einer sehr abgespeckten Version eines oesterreichischen Schulfestes vorlieb nehmen. Serviert werden ausschliesslich bereits warm angelieferte (und mittels Stoffdecken warmgehaltene) Hot Dogs, die an Geschmacksarmut nicht zu uebertreffen sind. Aber Kanadier hilft sich, indem er alle moeglichen Saucen zu Hilfe nimmt, um dem armen Wuersterl in dem Pappendeckelbroterl ein wenig Geschmack einzuhauchen. Zum Trinken gibt es Wasser oder Fruchtsaft (vergleichbar mit Marke Goal vom Hofer). Kaffetscherl - Fehlanzeige meine Damen, Biertscherl - aber, aber meine Herren, Alkoholgenuss vor den Kindern ist hier verboten, aber ein kleiner Mehlspeisenbus verkauft immerhin Donuts. Und dann kommt es zum kulinatischen Hoehepunkt (und hier komme ich ins Spiel, ich verkaufe diese Dinger naemlich) TCBY (The Countries best joghurt) - ein moechtegern gesundes Vanille-Schokoeis.
Meine Muetterkolleginnen und Helfer auf unserem TCBY-Stand


Eine Schachtel Hot Dog (links kann die warmhaltenden Wolldecke bewundert werden)
Striptease eines Hot Dogs
Verfeinerung des nackten Hot Dogs zur Delikatesse

...und reingebissen wird ... nur die Harten kommen durch und davon nur 10 % ... Andi hatte jedoch aufgrund seiner Blutguppendiat auf diese Geschmackserlebnis verzichten muessen ...

Huepfburgen
kleiner Rundblick ueber die Party
Weiter gehts mit den Unterschieden: Oesterreicher sitzt gemuetlich auf Bierbaenken. Kanadier nimmt sich seine Sitzgelegenheit (in Form von Klappstuehlen oder Decken) selbst mit.
Wir finden hier einige Gemeinsamkeiten, wie eine zentrale - von Muettern organisierte - kollektive Nahrungsaufnahme und Unterhaltungsprogramm fuer die Kinder. Auch der zeitliche Rahmen von 17.30 - 20.30 kann als Gemeinsamkeit herausgearbeitet werden. Dann ist aber auch schon Schluss und wir begeben uns auf das Terrain der Unterschiede.
1. Nahrungsaufnahme und Getraenke:
So biegen sich in Oesterreich die Mehlspeisentische, gefolgt von einer (meist in Herrenhaende) Bratwuerstel- und Kotlettgrillerei, die sich sehen lassen kann und ein Salatbuffetcherl, dass seinen Namen alle Ehre macht. Und gegen den Durst serviert der Oesterreicher von Kaffee ueber verschiedene Limonaden bis zu Bier und Gspritzten einfach alles.
Der Kanadier muss mit einer sehr abgespeckten Version eines oesterreichischen Schulfestes vorlieb nehmen. Serviert werden ausschliesslich bereits warm angelieferte (und mittels Stoffdecken warmgehaltene) Hot Dogs, die an Geschmacksarmut nicht zu uebertreffen sind. Aber Kanadier hilft sich, indem er alle moeglichen Saucen zu Hilfe nimmt, um dem armen Wuersterl in dem Pappendeckelbroterl ein wenig Geschmack einzuhauchen. Zum Trinken gibt es Wasser oder Fruchtsaft (vergleichbar mit Marke Goal vom Hofer). Kaffetscherl - Fehlanzeige meine Damen, Biertscherl - aber, aber meine Herren, Alkoholgenuss vor den Kindern ist hier verboten, aber ein kleiner Mehlspeisenbus verkauft immerhin Donuts. Und dann kommt es zum kulinatischen Hoehepunkt (und hier komme ich ins Spiel, ich verkaufe diese Dinger naemlich) TCBY (The Countries best joghurt) - ein moechtegern gesundes Vanille-Schokoeis.
Meine Muetterkolleginnen und Helfer auf unserem TCBY-Stand
Eine Schachtel Hot Dog (links kann die warmhaltenden Wolldecke bewundert werden)
...und reingebissen wird ... nur die Harten kommen durch und davon nur 10 % ... Andi hatte jedoch aufgrund seiner Blutguppendiat auf diese Geschmackserlebnis verzichten muessen ...
Huepfburgen
kleiner Rundblick ueber die Party
Weiter gehts mit den Unterschieden: Oesterreicher sitzt gemuetlich auf Bierbaenken. Kanadier nimmt sich seine Sitzgelegenheit (in Form von Klappstuehlen oder Decken) selbst mit.
Montag, 8. Juni 2009
Freitag Nachmittag
Wir loesen heute folgendes Raetsel. Was tun die Starzer-Sproesslinge an ihren Freitag Nachmittagen. Nun, sie laden sich Kinder ein und they are having fun. Und was macht den Kindern weltweit Spass, na Eis essen, Basketball spielen und baden (in Kanada bei 24 Grad).
Wie wir sehen, gibts bei der Freizeitgestaltung von Kindern keine so grossen Kulturunterschiede.
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