Samstag, 11. April 2009

Besuch die Zweite - Die Weinhandls kommen

Wir schreiben den 5.April 2009 16.55.
Die Tueren gehen auf und die abenteuerliche Anreise (ueber New York, Nigara und Toronto) von Rudolf und Elfriede W. neigt sich dem Ende zu. Das bescheidene Wetter zu diesem Zeitpunkt konnte der ueberschaeumende Freude nichts anhaben.
Unsere ersten Gaeste welche den Zug als Transportmittel zu uns waehlten.

...

... und da Reisen hungrig macht, gehts gleich ab zum Griechen auf ein Fresserchen ... strahlende Gesichter,
volle Maegen, ein gelungender Start ...
Das Wetter? Immer noch bescheiden ...















Am naechsten Tag ein Ausflug auf den Mont Royal ... damit man einen Ueberblick über die Stadt bekommt ... naja damit wars wohl nichts ... dafuer gingen wir auf Tuchfuehlung mit dem Wetter, wir wurden klitschnass und es war kaaaalt....







wir shoppen Futter ...







... jetzt hat es auch noch zum Schneien begonnen ... der Wettergott zieht alle Register ... aber wir lassen uns dadurch die Stimmung nicht versauen, denn es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur unpassende Bekleidung ... und so packen wir alles Winterzeug wieder aus ... (Schade, hab schon alles blitzeblank geputzt zum nach Hause fahren ... naja zurueck an den Start ...)






Schnee ist wieder weg, dafuer steht jetzt alles unter Wasser ... welches wir bei unseren Ausflug zu den Biberdaemmen des Ile Bizare zur Kenntnis nehmen mussten ... unser Spaziergang fiel buchstaeblich ins Wasser ....








So sehen die Spazierwege aus ...



Oma fluechtet auf eine Anhoehe mit trockenen Grasbueschel ...





Hurra, nach Tagen von miesen Wetter, endlich Sonne. Wir schreiben Samstag den 9.April. ...aber es ist immer noch a bisserl frisch .... Foto vom Bauernhof des Park Nature Sainte Jacques.



Natuerlich machen Spaziergange hundgrig und wir landen wieder beim Fresserchen ....
Fortsetzung folgt ...

Mittwoch, 1. April 2009



































Lesetipp: Die erste Spalte zeigt die Noten des vorigen Semesters, die zweite Spalte die vom jetzigen Semester . Somit kann man auf einen Blick erkennen, ob sich die Leistungen verschlechtern oder verbessern. Praedikat: Nachahmenswert.

Gestern gabs wieder Zeugnisse. Ich war begeistert von den Leitungen meiner Beiden, da gibts wirklich nichts zu meckern - glaubt man - aber leider sind meine Kinder ihren Leistungen gegenueber, weit kritischer als ich. Hugo hat fast einen Herzinfarkt erlitten, als er seine Mathematiknote sah. Er hatte sich mindestens 97 % erwartet, da dies die schlechteste Note war, die er in diesem Semester auf einen Test geschrieben hat. Einmal schaffte er sogar 105 %. Auch seine Mitarbeit ist bestens - meint er zumindest. Na was immer den Lehrer zu dieser Note bewegt hat, wir werden es nie erfahren ... aber eines haben wir gelernt: auch in Kanada ist so manche Schulnote ein, fuer Eltern und Schueler, unerforschbares Geheimnisse und wird dieses wohl auch fuer immer bleiben.
Auch Leo wurde Opfer einer solchen Geheimisnote. Er verlor bei Science and Technology gar 10% - leider wissen wir nicht einmal, was in diesem Fach gelehrt wird und welche Leistungen verlangt werden bzw. von ihm erbracht wurden. Aber ist eh wurscht, ich leg mich jetzt sicher nicht mehr mit den Lehrern an, auch wenn es Hugos derzeit groesster Wunsch ist, dass ich mit Mr. Rourke rede. Aber was soll ich denn sagen, der Einser (Highly satisfactory) meines Sohnes ist nicht gut genug, koennten sie ihm bitte einen Besseren geben ...













Freitag, 27. März 2009

Sugering off die Zweite ...

















































Und wieder brechen wir zu einem unserer Sonntagssparziergaenge (siehe Sugaring off vorheriger Beitrag)auf. Ziel: wieder eine Cabane de Succre - diesmal nicht im Naturpark sondern ein professionell aufgezogener Betrieb. Und siehe da ... es gibt Unterschiede.
Auf dem Weg zu unserem Ziel sehen wir die ersten Fruehlingsboten - das Wasser des Flusses (linkes Eck vom Foto) wird nach Monaten wieder sichtbar. (Na mit Blumerl spielts i do no gao nix ab - wir sind ja net in Oesterreich). Wir sind begeistert. Dann wieder ein obligatorisches Spaziergangerl - wie immer, lieblich untermalt mit dem Gemaule unserer Kinder und dann ... das Melken der Baeume ... hoppale, nicht altmodisch mit Kueberl (die jeden Tag entlehrt werden muessen) sondern zeitgemaess mit Schleuchen. San jo ah net auf der Nudlsuppn dahergschumma, de Kanadier. Dann gehts ab in den High Tech Betrieb, wo der Saft der Baeume zuerst destiliert und dann eingekocht wird. Der Farmer auf dem Foto macht gerade einen Zuckertest und erzaehlt uns so nebenbei, dass 40 Kuebel des Baumsaftes auf einen Kuebel Ahornsirup reduziert werden muessen, um ueber den Ladentisch gehen zu koennen. Na, da hamma wieder was dazuglernt.
Und weil alles so anstrengend war, kaufen wir uns wieder ein Supperl und Tafys. Es haette zwar ein Buffet mit traditioneller kanadischer Bauernkueche gegeben, des haett aber unseren Papa (und uns wahrscheinlich auch) umgebracht - Speck, Bohnen, Weissmehlpalatschinken, Kartoffel ... jede einzelne Speise ein blutgruppenspezifischer Overkill. Das Buffet duerfte unter dem Motto: Kulinatischen Ueberlebenstraining fuer Fortgeschrittene gestanden sein ... brauchen wir aber net, wir leben ja eh net in der Wildniss.
Das letzte Foto zeigt uns mit unserer Beute. (A bisserl wild san ma ja do). Wie ihr seht haben wir jede Menge Ahornsirup erstanden.





sugering off oder wie man Ahornsirup produziert






































...und heute koennen wir schon wieder von einem kleinen canadischen Abenteuer berichten. Familie Starzer absolvierte gluecklich und zufrieden ihren wohlverdienten Sonntagsspaziergang, als sie ploetzlich eine wundersame Entdeckung machte. Auf den Baeumen sind ueber Nacht offensichtlich Kuebel gewachsen. Neugierig inspizierte Mama Starzer mit den Kindern diese Kuebel um zu folgenden Schluss zu kommen: Es handelt sich hier nicht um eine Kuebel- sondern um eine Ahornsirupproduktion. Jawohl, die Baeume werden um diese Zeit gemolken. Diese produzieren den kostbaren Saft nur an Tagen, an denen es Abends friert und tagsueber Plusgrade hat. Da auch hier die Klimaverschiebung nicht halt gemacht hat und der Fruehling mit konstanten Plusgraden immer schneller ins Land zieht ist die Ahornsiruppproduktion in den letzten 10 Jahren um die Haelfte zurueckgegangen und es wird schon gemunkelt, dass sich die Produktion dieses Nahrungsmittels dem Ende zuneigt.
Nun weiter zur Familie Starzer. Fasziniert von ihrer Entdeckung gingen sie immer tiefer und tiefer in den Wald, bis sie ploetzlich an ein Zuckerhaeuschen (Schmaeh ohne es ist wirklich ein Zuckerhaeuschen - auf einheimisch Cabane de Succre) kamen. Da es in diesen Breitengraden allerdings keine Hexen gibt (denen ist es hier naemlich zu kalt) befand sich lediglich ein Gastwirt in dieser Huette. Dieser labte uns mit einem Supperl und einem Brownie und vor seiner Huette konnte man sich ein Tafys holen.
(Fuer Uneingeweihte: Ein Tafy ist ein Schlecker aus Ahornsirup - dazu wird Ahornsirup dickfluessig gekocht und anschliessend zum Abkuehlen und Aushaerten in den Schnee gegossen. Der potenzielle Esser erhaelt ein Staberl (gegen eine Gebuehr) mit dem er dann die Ahornsirupstrasse aufrollt und diese isst ... schmecken einfach Jammy diese Dinger. Uebrigens fuer Blutgruppendiatanhaenger: 100 %ig Blutgruppendiattauglich!!!!)







Samstag, 14. März 2009

Fuer Architekturinteressierte...






























Aufgrund von Beschwerden des Familienoberhaupts (= Andi, fuer all jene die faelschlicherweise glauben, dass ich die Hosen anhab - welch schraeger Gedanke...) gibts heute ein paar Impressionen aus Montreal. Andi meinte naemlich, dass Leser dieses Bloggs (aufgrund des Ueberhanges an Naturbeitraegen) zur Ansicht kommen muessen, dass wir in der Pampas unter einem Haufen Baeumen leben. Nun ja, sollte der Eindruck entstanden sein, kleine Klarstellung, wir leben am Rande einer Millionenstadt, wo's einen Haufen Haeuser, schoene breite Strassen und Shoppingmals gibt. Diese Bilder zeigen die typische Architektur hier in Montreal downtown. Erstes Foto zeigt das Geschichtsmuseum in dem wir voriges Wochenende waren. Das zweite Foto zeigt die typischen Stufen, die, um keinen Platz im Wohnbereich zu verlieren, ausserhalb des Gebaeudes angebracht sind. Wieviele Leute sich da jeden Winter drauf derstessen wissen wir nicht und ehlich - wollen wir das ueberhaupt wissen? Aber vielleicht seilen sich die Montrealer eh im Winter am, damit sie sich die Gebeine nicht brechen, wer weiss das schon. Drittes und viertes Foto zeigt zwei andere Baustile die sehr haeufig sind. Besonders beliebt ist der Baustil von Foto 4, mit einem Halbstock, um auch im Winter nach einem Schneesturm die Haustuere oeffnen und ins Freie treten zu koennen. Foto 5 zeigt eine etwas exzentrische Art sein Fahrrad ueber den Winter zu verstauen und Foto 7 zeigt unser Lieblingslokal in China Town.
So ich hoffe ich konnte nun Andi's Vertrauen in meinem Weblogg wieder herstellen und den letzten Zweifler ueberzeugen, dass wir in stadtischen Gebiet leben und.






Steve - Andis Heaven on Earth












Steve ist DER Schuppen fuer Instrumente in the heart of Montreal downtown ... noe keine Hochglanzbude nach oesterreichischen Vorbild, sondern eine echt versiefte Wohlfuehlehoehle mit absolut schraegen Typen die einen beraten - Starzi hat dort natuerlich schon voll zugeschlagen (Frei nach dem Motto: man kann ja nie genug Gitarren haben, oder?). Ihr wollt das Motto von Steve wissen: Ganz einfach: If we don`t have it, you don't need it. (Uebersetzt: Wenn wir was nicht haben, brauchst du es eh nicht). Alles klar?



Samstag, 7. März 2009

Geburtstagsparty auf Kanadisch

Da sich Leo hier zum Partytiger gemausert hat, ist jetzt ist auch das Geheimnis um echte kanadische Kindergeburtstagspartys gelueftet. Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, sind die ein bisserl anders als Leos harmlose alpenlaenidsche Geburtstagsparty hier (Beitrag vom Oktober). Da Paintball fuer die Kleinen noch zu gefaehrlich ist, werden Lasertech Partys geschmissen. Die Kinder beschiessen sich dann mit Laserpistolen anstatt mit Paintballkugeln. Jeder Geburtstagsteilnehmer hat eine Weste an, welche die Treffer der jeweiligen Mitspieler mitzaehlt, um zum Schluss eine Auswertungsliste zu bekommen, wo draufsteht, wie oft wer wen erschossen hat. ... und zum Schluss gibts natuerlich eine DVD (s. o) Die Kinder findens cool, ich moechte meine Meinung dazu in der Oeffentlichkeit nicht kundtun ... (der Blogg soll ja jugendfrei bleiben oder...) Da die ganze Sache fuer die Eltern ziemlich teuer ist, werden zum Glueck auch harmlosere Partys in Kegelcenter usw. abgehalten.