Mittwoch, 17. Dezember 2008

Christmas concert by Leo


























Heute gibt es Gschmankerl von Leos Weihnachtsauffuehrung. Leo ist der weissbaertige Santa Claus. Ob er seine Gesangeskuenste durch diesen selbstgebastelten Bart unterstreichen oder vor uns verbergen will, wird fuer immer eines der ungeloesten Raetsel dieses Universums bleiben.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Variety Show

Hier einige Ausschnitte von Hugos Schulauffuehrung. Es wurde ein gemischtes Programm von Stepptanz bis Gesang und Instrumental geboten. Der Meister (Hugo) kommt zum Schluss (zumindest hier im Weblog). Die klavierspielende Konkurrenz war hart aber durchaus nicht unbezwingbar fuer einen gestandenen Oesterreicher .

Der Wahrheitsgehalt des Sprichwortes "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" wird anhand einiger dieser Betraegen durchaus untermauert. (Sprich: A bisserl mehr ueben kann nicht schaden).Besonders der Gitarrist hat noch einen breiten Weg vor sich, wenn er sich mit den Kuensten eines gewissen Andi S. (tarzer - fuer alle die es nicht vermutet haetten) messen will.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Das Innenleben der Sherwood Forest School









































































































































































Heute gibts (endlich) Fotos des Innenlebens der Schule. Das Innenleben dieses heiligen Bildungsgral darf nicht ohne weiteres fotografiert werden. Aber nachdem man uns hier schon kennt und offensichtlich als freundlich gesinnte Mitbuerger einschaetzt (naja, jeder macht mal Fehler - war ein Scherzerl) erhielt ich die Erlaubnis,die Schule zu fotografieren, natuerlich nur im kinderleeren Zustand.
Die Bilderserie ist wie folgt aufgebaut.
Bild 1 zeigt den Gang zur Garderobe bzw. zum Klassenzimmer von Leo. Die Garderobe ist immer vor den jeweiligen Klassenzimmern, was im Winter einen ziemlichen Dreck auf den Gaengen zur Folge hat. (Aber das soll nun nicht mein Problem sein)
Jedes Kind hat eigentlich 2 Klassenzimmer, eines in dem Franzoesisch unterrichtet wird und eines in dem Englisch gelehrt wird. Ich hab nur jeweils ein Klassenzimmer pro Kind fotografiert.
Foto 2 - 8 zeigt Leos Klassenraum (auch wenn sich Hugo da einmal ins Foto geschwindelt hat.) Er sitzt in dieser Klasse links hinten. Besonders hinweisen moechte ich auf das laengliche Plakat ueber der Klassentafel. Da wunderts einen nicht, dass in dieser Schule keine Schreibschrift mehr gelehrt wird - denn diese Schnoerkseldinger auf dem Plakat sind doch schon ein wenig out of fashion.
Foto 9 - 11 zeigt dann den Gang von Leos Zimmer zu Hugos Klasse. Auch hier wieder die Garderobe vor den Klassenraeumen. Auch in dieser Klasse eine sehr lockere und zwanglose Anordung der Sitzplaetze. Achung, jeder Schueler hat seine eigene kleine Bank. Ist beim Umsetzen praktischer, da nicht immer der Banknachbar mituebersiedeln muss. Jeder hat so seine kleine mobile Platzeinheit.
Foto 14 zeigt eine Eigenheit von Hugos Klassenzimmer. Es ist ein offener (nicht schliessbarer) Durchgang zum Nachbarklassenzimmer, was teilweise zu Laermproblemen im Unterricht fuehrt und zur Koordination der beiden Klassen zwingt (z.B. bei Tests der einen Klasse muss die andere eine Stillarbeit machen usw.)
Und die letzten zwei Fotos zeigen, wovor sich Mama und Papa hier wirklich befuerchten. Naemlich dass aus dem aufmerksamen, wissbegierigen, spassigen Hugo bei zu langem Verweilen im kanadischen Schulsystem ein fauler, die Fuesse hochlagernder Lackel wird. ... und damit das nicht passiert, sind wir in einem Jahr wieder zu Hause.
Quizz: In beiden Klassen gibt es einen Mikrowellenherd. (Schau genau, beide Herde sind auf den Fotos zu sehen)
Wofuer ist der gedacht?
1) Um frierende Kinder aufzuwaermen
2) Um nasse Oberbekleidung zu trocknen
3) Um den Schuelern zu beweisen, dass Eier im Mikrowellenherd ausnahmslos explodieren
4) Um das mitgebrachte Mittagsessen vom Lunchteacher (eigene Lehrkraft welche die Mittagsaufsicht macht) aufwaermen zu lassen.
Als Preis fuer die richtige und falschen Loesungen gibts ein Woche Aufenthalt bei uns zu gewinnen.
*(OK, OK wir haben schon kapiert, dass dies derzeit offensichtlich nicht so reizvoll erscheint, aber wir haben herrliches Winterwetter mit Sonnenschein, Schnee und ein paar Minusgrade (so um die 15 herum))


Dienstag, 9. Dezember 2008

Leos Zeugnis





























Hallo!
Heute gibts das Zeugnis von Leo. Dem gehts inzwischen wieder besser, ist heute den ersten Tag in der Schule (mit Sondergenehmigung, dass er in den Pausen nicht hinaus in den Schulhof muss (normales Pausenschicksal von kanadischen Schuelern) - hat heute naemlich Minus 11 Grad. Und zwei Stunden bei Minus 11 Grad im Freien zu Verbringen wuerde moeglicherweise Leos Genesung nicht entgegenkommen.
So jetzt zurueck zum Zeugnis. Fuer alle, die Hugos Zeugnis noch nicht gelesen haben, bitte zuerst diesen Beitrag lesen, da hier der Aufbau eines kanadischen Zeugnisses erklaert wird.
Auch Leo s Noten koennen sich sehen lassen und wir sind stolz auf unser kleines Kuecken. Es muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass er es sicherlich am haertesten von uns allen hat, da er ohne sprachliche Vorkenntnisse in die Schule geschupst wurde. Unvorstellbar fuer einen Erwachsenen, dass man von 9 bis 15.30 in der Schule sitzt und nichts versteht. ....aber Leo hat diese Situation irgendwie gemeistert, und jetzt spricht er schon Englisch und versucht sich in Franzoesisch. Auch bei diesem Zeugnis ist uns allen (inklusive Leo) nicht ganz klar, aufgrund welcher Aufgabenstellungen bzw. Leistungen so manche Note zu Stande kam, aber vielleicht sollte man das kanadisch nehmen (wie eine Mutter zu mir gestern so schoen sagte), I already stopped asking long time ago.
Besonders hinweisen wollen wir auf eine Zeile im Teachers Comments. ...I would like Leo to make sure he is being less chatty .... (uebersetzt: geschwaetzig, schwatzhaft).
Unser Sohn schwaetzt also!
Was normalerweise verwerflich ist, ist hier, aus unserer Sicht, ein sehr positives Zeichen dafuer, dass unser Sohn offensichtlich das gesamte Repertoire seiner sprachlichen Moeglichkeiten ausschoepft. ...und keine Minuten ungenuetzt laesst, seine oralen Sprachfertigkeiten zu trainieren. Also haben wir ihn nicht wirklich zurechtgewiesen, ob seines Mittelungsbeduerfnisses waehrend des Unterrichts.
Seine Selbstbeurteilung faellt zum Teil sehr selbstkritisch aus. Wobei man hier eher von von sprachlichen Missverstaendnissen als von Verhaltensdefiziten ausgehen darf.

Samstag, 6. Dezember 2008

Universum - Tierwelt auf unserer Terrasse

Hallo!

Heute mal was anderes. Ihr seht Ausschnitte aus der Tierwelt auf unserem Balkon. Leider wollten sich die beiden Raben - die hin- und wieder den Eichhoernchen das Futter wegschnappen - nicht filmen lassen. Film eins Quizz: Wieviele Eichhornchendarsteller sehen sie? Film zwei zeigt, dass Eichhoernchen nicht immer lieb zueinander sind. Und Film 3 zeigt eine Nahaufnahme eines mampfenden Squirrels. Viel Spass!

Aufloesung der Quizzfrage: Es sind 3 Eichhoernchen zu sehen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Gebrauchsanweisung zum Blogg

Hallo Leute,
heute 2 Tipps zur Handhabung dieses Bloggs (Viele von Euch werden dies ohnehin wissen...).

1. Klickt man das Bild an, so bekommt man eine (beachtliche) Vergroesserung des Bildes (besonders brauchbar beim Lesen der Zeugnisse)

2. Unter jedem Post (=Eintrag) gibt es (relativ neu) die Möglichkeit, seinen "Senf" zu den Inhalten oder Fotos oder so abzugeben. Einfach "Kommentar" anklicken, und in das Kaestchen schreiben. Wir Wuerstchen hier herueben wuerden uns sehr ueber ein wenig Senf echt freuen!!!!

Weiterhin viel Spass mit unserem Blogg!!!

Hugos Report Card (Halbjahreszeugnis)






















Da sich ein kanadisches Zeugnis doch wesentlich von einem österreichischen Zeugnis unterscheidet einige Erklärungen:
1. Benotungen erfolgen in Prozentangaben der verlangten Maximalleistungen. So hat Hugo z.B. in English Language Arts Cycle 3-Reads and listens to different texts (diese Taetigkeit nimmt 25 % der Unterichtszeit in Anspruch) 78 % der verlangten Maximalleistung erbracht.
2. Am Ende eines Unterrichtsfaches steht die Durchschnittsnote der Klasse (Class average 72 %). Somit weiss man als Eltern sofort, ob der eigene Sproessling erfolgreicher wie die anderen war oder nicht.
3. Ein Zeugnis besteht aus 4 Teilen. Teil 1 ist die Benotung der Leistungen in den einzelnen Faechern, Teil 2 ist eine Beschreibung der fachuebergreifenden Kompetenzen, Teil 3 ist eine verbale Beurteilung des Schuelers durch die einzelnen Lehrkraefte und Teil 4 ist eine Selbst-Evaluation durch den Schueler.
Viele von Euch werden sich jetzt - nach einem gruendlichen Studium des Zeugnisses meines Sohnes - denken, dass dieser ein Wunderwuzi ist. Bedenke man doch, dass er vor drei Monaten noch kein Wort Franzoesisch gesprochen hat und jetzt bereits 65 % der verlangten Leistungen erbringen kann. (Man bedenke, dass seine Klassenkameraden bereits das 6. Jahr Franzoesisch haben bzw. in Franzoesisch unterrichtet werden). Ohne die Leistungen (vor allem in seiner sprachlichen Entwicklung und bei der sozialen Integration) meines Sohnes schmaelern zu wollen, muss ich fairerweise doch anmerken, dass die Anforderungen, die von Seiten der Franzoesichlehrkraeft an Hugo gestellt werden, seinen sprachlichen Kenntnissen angepasst sind und somit weit unter dem Klassenschnitt liegen. In Englisch leistet Hugo wirklich Erstaunliches. (Kinder lernen Sprachen einfach schneller als wir Erwachsenen).
Zu den anderen Faechern sei Folgendes anzumerken: Im Unterrichtsfach Science und Technology gab es lediglich ein Projekt. Dieses bestand darin, einen Nachmittag lang Muell im angrenzenden Wald (Sherwood Forest) einzusammeln und in Saecken zu entsorgen. Anschliessend wurde ein Baum gepflanzt. (Echtes hands-on-learning, oder). Offensichtlich war Hugo ein Chief-Muellmann, er erbrachte 80 % der verlangten Leistungen (vielleicht hat er einen Papierschnipsel beim Einsammeln uebersehen) .
Fuer die Note in Geo, History and Citizenship Education mussten lediglich zwei Zettel (allerdings in Franzoesich) auswendig gelernt werden. Inhalt: Wirtschaft von Quebec und Toronto. Geschichtliche Inhalte wurden dieses Semester keine gelehrt. Die Tests waren in Franzoesisch - Die Herausforderung fuer Hugo bestand hier eher darin, die gestellten Fragen zu verstehen und nicht in der Quantitaet der zu lernenden Inhalte.
Visual Arts and Ethical Religious Competency wurden offensichtlich so geschickt in den Unterricht eingeflochten, dass Hugo nicht einmal bemerkt hat, dass er in diesen Gegenstaenden unterrichtet wird. (Echte Geheimfaecher sozusagen - der Ausbildung zu einem 007 steht somit nichts mehr im Wege)
In Musik hat er durch sein Klavierspiel bestochen und ueber die sportlichen Faehigkeiten (welche er von vaeterlicher Seite geerbt hat) brauchen wir eh kein Wort verlieren.
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Selbstevaluation. Dieser ging offensichtlich eine sehr tiefe Reflexions- und Erklaerungsphase voran. Dies erkenne ich daran, dass Hugo mich (lange nachdem er seine Selbstevaluation abgegeben hatte) gefragt hat, was eigentlich der letzte Punkt bedeutet.
Alles in Allem (mit und ohne Zeugnis) muss ich aber sagen, dass wir auf unsere Sproesslinge sehr Stolz sind. Beide haben sich innerhalb kuerzester Zeit in dieser fremden Umgebung zurecht gefunden, haben die sprachlichen Huerden gemeistert und kulturelle Unterschiede zu akzeptieren gelernt (wobei in dieser Disziplin die ganze Familie derzeit Nachhilfestunden braechte ... ).
Und fuer diejenigen, die jetzt verzweifelt nach Leos Zeugnis suchen ... dieser ist seit vorigen Freitag krank und hat daher noch kein Zeugnis bekommen. ...aber was nicht ist kann noch werden und ihr werdet auch dieses Zeugnis sehen koennen.
So long and have a nice day
Die Starzies